Burnout – von der sinnlosen Sinnkrise zur sinnvollen Selbstfindung.

Leuchten Sie noch oder (Ver-)Brennen Sie schon?
Leuchten Sie noch oder (Ver-)Brennen Sie schon?

Burnout eine Vorstufe der Depression, Epidemie der Neuzeit oder nur eine Modeerscheinung?


Schon wieder ein Artikel über Burnout!?!

Heutzutage meint ja (fast) jeder selbsternannte Berater, Coach oder Trainer über Burnout schreiben zu müssen. Manches davon ist durchaus interessant und brauchbar, vieles ist Marketing und Selbstdarstellung, einiges klingt nach (eigener) Selbsthilfe oder gar nach Selbstmitleid. Die Frage ist letztlich, ob Sie als (potentiell) Betroffener davon profitieren, denn wer heilt hat recht.

 

Somit können Sie am Ende dieses Artikels für sich entscheiden inwieweit dies hilfreich für Sie war und ob Sie gern mehr zu diesem wirklich wichtigen Thema lesen möchten.

Burnout hat viele Gesichter. Manchmal kommt er (oder sie) mit Erschöpfungszuständen, nachlassender Leistungsfähigkeit und Depressionen. Manchmal mit rein körperlichen Symptomen wie Magen-Darm-Problemen, Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen und geschwächter Immunabwehr. Weitere Symptome finden Sie unter Burnout Coaching München.

 

Burnout ist in den letzten Jahren das Schlagwort, wenn es um psychische Erkrankungen und Belastungen geht. Das, was Wissenschaftler und Therapeuten schon lange wissen, wird durch die Medien nun auch in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt, entstigmatisiert und als ernst zu nehmende Belastung und Erkrankung verstanden. Um die Eingangsfrage zu beantworten, haben letztlich alle drei Bezeichnungen ihre Berechtigung und Richtigkeit. Burnout kann eine Form der Depression sein oder auch eine Vorstufe davon. Was genau Depressionen sind, können Sie in einem der kommenden Artikel von mir lesen. Da Burnout in der Regel auf den beruflichen Kontext bezogen ist und wir unbenommen in einer hoch narzisstischen Leistungsgesellschaft leben, welche immer höhere Anforderungen an Individuen stellt, ist Burnout auch eine Epidemie der Neuzeit. Und manchmal ist es auch eine Modeerscheinung und damit Ausrede für eigene Faulheit, Unlust oder eine Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen.

Doch ich möchte mich den beiden ersten Varianten zuwenden, denn hier benötigen Betroffene wirkliche Zuwendung, Aufklärung und professionelle Unterstützung.

Besonders anfällig für Burnout sind Menschen mit sehr hohen Ansprüchen und Anforderungen an sich selbst, für die berufliche Anerkennung zugleich auch wichtigste Quelle der Zufriedenheit und des eigenen Selbstwertes ist.

 

Außerdem sind häufig Menschen mit Traumatisierungen von Burnout betroffen.
In diesem Fall ist eine sogenannte Stressverarbeitungsstörung der Grund für den Burnout.
Mehr zum Thema Trauma finden Sie unter Traumatherapie München. 
In jedem Fall sollten Sie sich dringend Unterstützung holen.

 

Doch Burnout ist eine Gestalt, die uns alle angeht und die aus den rasanten Veränderungen unserer Welt, sowie inneren und äußeren Konflikten resultiert. Hinzu kommen häufig auch noch persönlichkeitsbedingte und biographische Faktoren.

 

Das digitalisierte Arbeiten in einer globalisierten, immer schneller werdenden Welt führt zu immer größeren Möglichkeiten, Anforderungen und daraus resultierenden Überforderungen. Außerdem sind äußere Konflikte in Beziehungen z.B. im Arbeitsfeld mit Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern, aber auch in der Ehe oder im Freundes- und Familienumfeld und innere Konflikte zwischen eigenen Wünschen, Erwartungen und Idealen, häufig die Ursache großer Spannungsfelder. Die daraus resultierenden existentiellen Ängste, Selbstvorwürfe, Fremdvorwürfe und eine innere Unzufriedenheit, bergen bei Nichtbeachtung die Gefahr eines Burnouts.

  

Wenn Sie sich jedoch der Gestalt des Burnout zuwenden, ihr zuhören und sie als das annehmen was sie ist – eine innere Botschafterin – dann bietet sie Ihnen die einmalige Chance wieder zu dem zu werden, wer Sie wirklich sind. Dann liegt in der Sinnkrise des Burnouts die wunderbare Chance von Wachstum und Entwicklung, der Selbstfindung und damit von Gesundheit und wahrer Selbstverwirklichung. Doch vor allem aus Gründen der Prävention ist es sinnvoll und wichtig sich aktiv mit Themen wie Entschleunigung, inneren und äußeren Freiräumen und Selbstfürsorge auseinanderzusetzen.

 

Burnout ist der Hilferuf von Psyche und Seele und damit einer der letzten Notanker.

Doch lieber einmal Burnout als einmal Herzinfarkt. Denn Burnout ist heilbar.

 

Gern berate ich Sie persönlich bei diesem wichtigen Thema.

Weitere Informationen finden Sie auch unter Burnout Coaching München.

 

Mehr zum Thema Burnout lesen Sie auch unter:

 

Ist Burnout wirklich eine Krankheit? - Hintergründe und Entstehungsfaktoren einer Volkskrankheit

 

Neue Wege gehen - Prävention, Therapie und Heilung von Burnout und Depressionen

 

Falls Sie regelmäßig über neue Artikel von mir informiert werden wollen, dann abonnieren Sie doch einfach meinen Newsletter auf der rechten Seite.

 

 

Ihr Burnout Coach in München und am Ammersee,

Dipl.-Psych. André Kellner.

 

„Gemeinsam Berge versetzen“

 

 


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Kommentare: 12
  • #1

    Nikolaus (Sonntag, 20 Oktober 2013 23:15)

    Hallo Herr Kellner,
    der Artikel hat mir wirklich gut gefallen. Glückwunsch zum ersten Blogeintrag. Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag.
    Beste Grüße
    Nikolaus

  • #2

    Dr. Andreas Wildner (Sonntag, 27 Oktober 2013 16:06)

    sg. koll. kellner, mit Interesse habe ich ihren artikel gelesen ! VG AW

  • #3

    Andreas Reiser (Sonntag, 27 Oktober 2013 19:36)

    Ein sehr interessanter Artikel. insbesondere die weiterführenden Links.
    Über weitere Artikel würde ich mich freuen.

  • #4

    Susanne Kunz (Samstag, 02 November 2013 09:41)

    Gut geschrieben, weckt Interesse sich damit eingehend zu beschäftigen!

  • #5

    Dipl.-Psych. André Kellner (Samstag, 02 November 2013 11:15)

    Dipl.-Psych. André Kellner (Samstag, 02 November 2013 11:13)

    Kommentar entfernen


    Vielen Dank allen Lesern und Kommentatoren. Der nächste Beitrag "Burnout2 -Hintergründe und Entstehungsfaktoren" wird sich diesem wichtigen Thema noch etwas eingehender widmen und erscheint am 20.11.2013.

    Herzlichst Ihr Burnout Coach
    Dipl.-Psych. André Kellner

  • #6

    David Gall (Samstag, 02 November 2013 16:23)

    Kurz und knappund interessant. Ich bin gespannt wie's weitergeht. Schönen Gruß!

  • #7

    Regina Otto (Samstag, 02 November 2013 17:29)

    Hallo Herr Kellner,
    Super! Das haben Sie sehr gut geschrieben. Gerne würde ich den zweiten Teil lesen. Es hat mein Interesse geweckt, auf diesem Gebiet weiter zu lesen. Bleiben Sie gesund und weiter so angagiert. Liebe Grüße

  • #8

    petra wintersteller (Samstag, 02 November 2013 19:20)

    Bitte unbedingt weiterschreiben!
    Bin sehr gespannt auf den nächsten Bericht.
    Herzliche Grüße
    Petra Wintersteller

  • #9

    Kerstin-Anja (Samstag, 02 November 2013 21:50)

    Super spannend geschrieben! Endlich einer der das Thema verstanden hat. Bin schon gespannt auf Teil2. VLG Kerstin ;-)

  • #10

    Michael Kudla (Sonntag, 03 November 2013 12:01)

    sehr eloquent geschrieben, treffliche Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklung im Allgemeinen und der Betroffenen im Einzelnen. Solche Artikel runden meinen Eindruck ab, in Ihnen einen äusserst wertvollen Begleiter für die kleinen und großen Fragen des Lebens oder durch Krisen gefunden zu haben! VG M K

  • #11

    Heike Schreiner (Sonntag, 03 November 2013 16:26)

    Vielen Dank für diesen ersten Blog. Er ist sehr verständlich und zum
    Nachdenken anregend geschrieben. Die Links unterstützen den Bericht.
    Es wird sehr deutlich das es ein Zuviel "obenraus" ist und darunter ein
    Tief entsteht ..... Freue mich auf die Fortsetzung..

  • #12

    Astrid Ryzek (Mittwoch, 07 Oktober 2015 20:16)

    Ob nun jemand selber merkt, dass er ausgebrannt ist und sich alleine auf den Weg macht, oder ob jemand therapeutische Unterstützung benötigt und sucht, das Endergebnis sollte immer ein Weg zu sich selber sein, zu seinem Inneren, seinen Wünschen und Bedürfnissen. Ein Weg der Liebe zu sich selbst, denn dann achtet man auf sich und merkt rechtzeitig, wann es zuviel ist oder wo Grenzen nötig sind. Eine wichtige Arbeit in der heutigen Zeit.
    Danke für diesen Beitrag.