Advent - Ankommen und Abschied nehmen

Jauchzet, Frohlocket, auf, preiset die Tage.
Jauchzet, Frohlocket, auf, preiset die Tage.

Advent - Ankommen und Abschied nehmen


Advent bedeutet Ankunft, Ankommen und Neubeginn.

Wo und bei wem möchte ich denn ankommen? 
Und wen oder was möchte ich willkommen heißen? 
Der Advent ist die stille und besinnliche Zeit.
Doch was ist es, dessen ich mich in der Stille besinnen möchte?

 

 


 

Der Advent ist die Zeit des Jahresendes. Eine Möglichkeit Rückblick zu halten, Jahresrückblick.
So wie wir jeden Abend Tagesrückblick halten sollten. Ein kleines Ritual.
Sich zu fragen: Wo war ich gut in meinem Tun, in meinem Sein? Wo war ich achtsam, wo war ich unachtsam? War der Tag gut? War das Jahr gut? Was war gut? Was war nicht so gut? Wo waren meine Niederlagen? Wo waren meine Enttäuschungen? Was trage ich noch mit mir herum?
Wo gehe ich gekränkt? Was bindet mich noch emotional und energetisch?
Was möchte ich lösen, loslassen und verabschieden?

 

Advent bedeutet Ankunft, Ankommen und Neubeginn.

Doch wer oder was kommt an?

 

In unserem Kulturkreis ist der Advent die Ankunft JESUS des CHRISTUS,
des CHRISTUS Bewusstsein. Wir feiern den Jahrestag, die Wiederkehr JESUS des CHRISTUS. Weihnachten das Fest der LIEBE, der ALLUMFASSENDEN LIEBE.

 

Alle Jahre wieder, fühlen wir, dieser Advent hat eine andere Energie.
Es ist auch wie eine Aufbruchstimmung. Die Menschen wuseln, sind geschäftig, sind energetisiert. Und das ist gut.

 

Doch wichtig ist hier auch das Innehalten, das Besinnen. Wohin will ich gehen?
Denn Aufbruch braucht auch ein Ziel, sonst geht man unorientiert, ziellos, irrt umher.
Daher gilt es sich zu besinnen, sich Zeit zu nehmen und sich zu fragen: Wohin will ich gehen?
Was soll mein Ziel sein? Nicht nur auf das Fest hin, nicht nur auf das nächste Jahr hin, sondern was ist mein Lebensziel? Was ist der Sinn in meinem Leben?
Das ist das sich BeSinnen, das NachSinnen, des BeSinnlichen Advents.

Was ist meine Lebensaufgabe, was ist mein Lebensziel?

Bedeutet das nicht, den Herzensfrieden zu finden? Sich mit sich selbst zu versöhnen?

 

Im Advent zünden wir Kerzen an. Kerzen bedeuten Licht, bedeuten Wärme in einer kalten Zeit.
So wie wir mit Menschlichkeit und Zuwendung, Wärme in eine kalte Zeit bringen können.
Die Kerze bedeutet Licht, es lichtet sich.

Die Dunkelheit wird erhellt, das Licht durchdringt die Dunkelheit.

Und so kann man sagen, es soll auch in meinem Herzen licht werden! Das Licht soll die Dunkelheit erleuchten, auflösen, damit ich in mein wahres Sein finde, damit ich mir endlich zulächeln kann und mir mein ganzes „Ja“ sprechen kann. Ich möchte mir zulächeln und mich versöhnen mit meinen Schwächen, meinen Unzulänglichkeiten, meinen Zweifeln und Selbstvorwürfen. Ich möchte mich von meinen Erwartungen lösen, damit ich frei sein kann und das Leben als Geschenk empfange.

Damit ich endlich ankomme. Damit ich endlich bei mir selbst ankomme.

 

Advent bedeutet Ankunft, Ankommen und Neubeginn.

 

Eine sinnliche, besinnliche und sinnstiftende Adventszeit wünscht Ihnen

 

 

Dipl.-Psych. André Kellner.

 



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Kommentare: 5
  • #1

    Kristian (Montag, 02 Dezember 2013 11:54)

    Sehr schön, vielen Dank für diese für mich sehr treffende Beschreibung / Erklärung und Sicht auf die Avendszeit.

  • #2

    Daniela (Montag, 02 Dezember 2013 16:11)

    Ich habe einen sehr schönen Spruch gelesen: die wichtigsten Dinge im Leben finden wir nicht durch Suchen, sondern sie finden uns, so wie eine Muschel am Strand uns findet. Und dazu, dass wir diese Muschel wahrnehmen, sie überhaupt sehen und aufheben, brauchen wir aber die Ruhe, eben diese "stade Zeit". um auch Texte zu lesen, wie diesen, damit wir uns Besinnen können. Lebensziele können sich auch ändern, und dann heißt es wieder Abschied nehmen und auf das Kommende warten. Vielen Dank, André, für die besinnlichen Worte!

  • #3

    Jens Stadler (Montag, 02 Dezember 2013 18:26)

    Danke für diese Mitteilung. Sie hat mich rechtzeitig für einen Moment zum Innehalten veranlaßt und mich über Sinn und Chance der Adventszeit bewußt werden lassen. Alle Führungskräfte werden diese "Botschaft" erhalten, verbunden mit dem Wunsch auch für sich und deren Mitarbeiter die Chance zu erleben!
    Herzliche Grüße aus dem Chiemgau und auch Ihnen wünsche ich besinnliche Augenblicke in der Adventszeit.

  • #4

    Dipl.-Psych. André Kellner (Dienstag, 03 Dezember 2013 13:08)

    Lieber Herr Stadler,

    ich danke Ihnen für die Rückmeldung. Gerade in Unternehmen ist ja das Jahresende auch eine Zeit um Geschäftliches abzuschließen, um Bilanz zu ziehen. Genau dieses Ritual des Bilanz Ziehens und Abschließens, ist auch auf persönlicher und zwischenmenschlicher Ebene eine wunderbare Chance. Ein Innehalten, ein Wahrnehmen, ein Abschließen, ein Würdigen von gemeinsam Geschafftem und Erlebtem.

    Gerade in Unternehmen und für Führungskräfte ein enorm wirksames und kraftvolles Ritual, um wirklich gesundes Wachstum zu ermöglichen. Für jeden Einzelnen und für das gesamte Unternehmen.

    Es freut mich sehr, dass diese Haltung bei Ihnen Teil des Unternehmensbewusstseins ist.

    Herzliche Grüße vom Ammersee.

  • #5

    Marlene OHlenforst (Donnerstag, 05 Dezember 2013 09:23)

    Hallo Herr Kellner,

    gerne werde ich diese schönen Worte teilen. Ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen solche Worte mit dem Herzen aufnehmen und diese in das BwußtSein gelangen, damit immer mehr Menschen bwußt Sein werden.

    Liebe Grüße aus der Kaiserstadt Aachen